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Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit!

Plakat des Laboratoriumsgottesdienst am 17.12.2010
Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit …
Zum vierten Mal »Laboratorium – gottesdienst anders«

Am Freitag, 17. Dezember 2010 findet in der Dreifaltigkeitskirche in Altenoythe der vierte Wortgottesdienst in der Reihe »Laboratorium – gottesdienst anders« statt. Der Gottesdienst beginnt bereits um 19.30 Uhr. Das Lied »Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit …« der Gruppe »Silbermond« inspirierte das Laboratoriums-Team, einen Gottesdienst zu entwickeln, der die Spannung zwischen den Risiken, die das Leben mit sich bringt, und dem Wunsch nach Sicherheit aufnimmt. Dieser vierte Gottesdienst hätte eigentlich der erste sein sollen, doch dann fiel die Entscheidung, die Reihe mit »Kreuzweg, drums & trombone« am Karfreitag zu beginnen. »Aber das Thema hat uns das gesamte Jahr über nicht losgelassen und hat sich immer ein bisschen weiterentwickelt«, so Gabi Tepe von der Vorbereitungsgruppe.

Ein Element, das zusätzlich in den Blick genommen wurde, verdankt sich den Gottesdienstbesuchern des zweiten Gottesdienstes. Unter der Überschrift »Eltern unter Druck« waren die Gottesdienstbesucher eingeladen, Sorgen und Nöte, aber auch Wünsche und Hoffnungen auf Karten zu schreiben. Das Team hat damals zugesagt, die Karten zu sichten und die Anliegen an verantwortliche Stellen weiterzugeben. Diese Arbeit ist noch nicht ganz abgeschlossen. Ein Teil dieser Karten muss allerdings ins Gebet genommen werden, da die formulierten Anliegen für Menschen allein zu groß sind. Pfarrer Ulrich Bahlmann hat sich die Aufgabe gestellt, die Anliegen angemessen in den Gottesdienst einzubringen: »Die in Alltagssprache formulierten Karten und die alte Form der Litanei lassen sich gut verbinden.«

Wer über Unsicherheit und Sicherheit im Leben nachdenkt, kann an den biblischen Psalmen kaum vorbei. Dicht am Leben, in kraftvollen Bildern, bringen sie das Leben mächtig zur Sprache – oft auch verstörend konkret. »Es ist nicht einfach, diese Texte zu lesen«, beschreibt Mechthild Hanisch die Wirkung dieser uralten Gebete, »man begegnet sich und seinem eigenen Leben an vielen Stellen – und es packt einen immer wieder.«

»Der Gottesdienst richtet sich an Menschen, die Lust haben, sich in das oft unwegsame Gelände zwischen Unsicherheit und Sicherheit mitnehmen zu lassen«, beschreibt Sabine Orth den Ansatz, »aber es wird ein adventlicher Gottesdienst werden, der es erlaubt, zur Ruhe zu kommen.

Für die musikalische Gestaltung konnten Christina Heese (Gesang) und Dr. Thomas Hanisch (Gitarre) gewonnen werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind anschließend in das Karl-Borromäus-Haus direkt neben der Kirche eingeladen, den Gottesdienst aus- und nachklingen zu lassen. »Beim letzten Gottesdienst hat sich gezeigt, dass solch ein Ausklang wichtig ist. Es war einfach schön, noch eine Weile miteinander im Gespräch zu sein und Gedanken und Eindrücke auszutauschen.« Für Pastoralreferent Martin Kröger Grund genug, dieses Angebot auch im Advent zu machen. »Es wäre schön, wenn sich viele Menschen auf den Weg machen. Ein Angebot auch an diejenigen, die sonst nicht den Weg zu uns in die Kirche finden: Es ist noch Platz in der Herberge …«